Qualität im Gottesdienst entwickeln

Was ist ein „guter Gottesdienst“? Die Vorstellungen davon sind so vielfältig wie die liturgischen Kulturen und Formate in unserer Kirche. Wie kann man dann aber die Qualität eines Gottesdienstes erfassen oder gar bewerten? Und wie lässt sie sich kontinuierlich und gezielt weiterentwickeln?

Diesen Fragen hat sich das EKD-Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst in Hildesheim in den vergangenen Jahren gewidmet. Dabei hat es Erkenntnisse aus der praktisch-theologischen Forschung zusammengetragen und hilfreiche Modelle und Werkzeuge für die gemeindliche und kirchenleitende Praxis entwickelt.

Die Langzeitfortbildung „Qualität im Gottesdienst entwickeln“ erstreckt sich über zwei Jahre (2016/17). Die jeweils dreitägigen Module können einzeln gebucht werden. Wer an allen vier Modulen teilnimmt, erhält zum Abschluss ein Zertifikat.

 

Kursleitung:
Pfarrer Dr. Frank Peters, Arbeitsstelle Gottesdienst, Wuppertal
Pfarrer Carsten Haeske, Institut für Aus-, Fort und Weiterbildung der EKvW, Schwerte-Villigst

Referenten:
Pfarrer Dr. Folkert Fendler, Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim
Hilmar Gattwinkel, Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim

Kosten:
40 Euro pro Modul (im Rahmen des Gemeinsamen Pastoralkollegs)

Anmeldung:
über den Dienstweg beim Gemeinsamen Pastoralkolleg im IAFW
www.institut-afw.de/angebote/pastoralkolleg/anmeldung

 

14.-16. März 2016:
Modul 1: Qualität im Gottesdienst

Diese Einführung in die Qualitätsentwicklung im Gottesdienst stellt die Grunddimension von Gottesdienstqualität vor. Sie bedenkt theologische Zu- und Einsprüche, ordnet spezifischen Gottesdienstkonzeptionen passende Qualitätskriterien zu und vermittelt praktische, alltagsnahe Instrumente der Qualitätssicherung zur Arbeit mit Pfarrerinnen, Prädikanten, Presbyterien und Gemeindegruppen.

Qualität und Gottesdienst: Zu- und Einsprüche aus Theologie und Qualitätsmanagement
Grund- Leistungs- und Begeisterungsfaktoren: Gottesdienstqualität nach dem Kano-Modell
Zwischen Auftrag und Bedürfnis: Gottesdienst in der Kundenperspektive
Gottesdienste in 3G: Gewissheit, Gemeinschaft, Geheimnis:
Strukturen, Prozesse, Ergebnisse: Qualitätsdimensionen des Gottesdienstes
Sach-, Fach-, Selbst- und Sozialperspektive: Kriterien für einen guten Gottesdienst entwickeln

Ort:
Internationales Evangelisches Tagungszentrum
Missionsstraße 9, 42285 Wuppertal

 

5.-7. September 2016
Modul 2: Wirkfelder des Gottesdienstes

Das Wirkfelder-Konzept wurde von Fachleuten aus Theologie und Qualitätsmanagement gemeinsam entwickelt. Es versucht die Orientierung an Zielgruppen und Milieus weiterzuführen zu einer Ausrichtung auf den einzelnen Menschen und seine Bedürfnisse und Gestimmtheiten: Welche Wirkungen kann ein Gottesdienst entfalten, damit er nachhaltig anspricht? Unabhängig von gottesdienstlichen Formaten, theologischen Konzepten und ästhetischen Geschmacksurteilen ist das Modell ein übersichtliches und hilfreiches Instrument zur Wahrnehmung und Gestaltung von Gottesdiensten.

Geschmacksfrage? Soziokulturelle Milieus und ihre Erwartungen an den Gottesdienst
Gottesdienst im Milieu: Milieuspezifische Gottesdienste entwickeln
Gottesdienst wirkt! Wirkfelder des Gottesdienstes entdecken
Wirkungen spüren: Gottesdienste wahrnehmen mit den Wirkfeldern
Spannung entwickeln: Gottesdienste gestalten mit den Wirkfeldern
Mit Herzen, Mund und Händen: Wirkungen gottesdienstlicher Musik wahrnehmen und gestalten

Ort:
Haus Villigst
Iserlohner Straße 25, 58239 Schwerte

 

Frühjahr 2017
Modul 3: Feedback zum Gottesdienst

Den Gottesdienst ins Gespräch und die Gemeinde zum Sprechen zu bringen, ist das Ziel einer Feedback-Kultur im Gottesdienst. Dieser Kurs stellt bewährte und neue Feedbackinstrumente vor und vermittelt Hilfen zu ihrer Gestaltung und Verwendung. Er befähigt zur Anleitung hilfreicher, stützender und wertschätzender Rückmeldeprozesse.

 

Herbst 2017
Modul 4: Gottesdienst mit Anderen: Qualitätsinstrumente für die Region

Dieses Modul vermittelt Strategien für die Entwicklung eines regionalen Gottesdienstkonzeptes, stellt neue Chancen für die Visitation vor und sensibilisiert für die besonderen Herausforderungen einer Verkündigung in nicht-kirchlicher Öffentlichkeit.